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Vorlage - VO/0088/18  

 
 
Betreff: Stellungnahme der Stadt Rödermark zum Schulentwicklungsplan
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Erster Stadtrat   
Beratungsfolge:
Magistrat Vorberatung
Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rödermark Entscheidung
02.05.2018 
17. öffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rödermark ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

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Sachverhalt/Begründung:

 

I.

Die Prognose zur Entwicklung der Einwohnerzahlen in Rödermark erscheint zutreffend.

Die Datengrundlage ist auf Seite 362 dargestellt, damit verbunden sind Hochrechnungen, deren Ansätze prognostisch sind und zum Teil bezweifelt werden müssen. Daher ist davon auszugehen, dass dieser Schulentwicklungsplan in ca. 5 Jahren anzupassen und fortzuschreiben ist.

Soweit auf Seite 48 eine Übersicht gegeben wird auf die Anteile an Kindern an der Schulkindbetreuung im Kreisgebiet, sei vermerkt, dass sich im Jahr 2017 im Zuge des Baus einer Mensa auf dem Gelände der Schule an den Linden eine erhebliche Veränderung durch eine nahezu Verdopplung der Betreuungsplätze ergeben hat.

 

II.

Hohe Priorität für die Stadt Rödermark hat die auf Seite 361 genannte Umwandlung der Nebenstelle Breidert der Trinkbornschule im Stadtteil Ober-Roden in eine eigenständige Grundschule. Begründet liegt dieses in der Entwicklung der Schülerzahlen im Primarbereich und in der Tatsache,

dass Grundschulen eine gewisse „Betriebsgröße“ nicht überschreiten sollten. Daher ist es absolut angemessen, eine dritte Grundschule in Rödermark zu installieren.

Des Weiteren ist aufgrund der prognostizierten Grundschulkinderanzahl die auf Seite 361 genannte Erweiterung der Schule an den Linden unabdingbar.

 

III.

Das Bildungsangebot in Rödermark für Schülerinnen und Schüler nach dem Besuch der Grundschule besteht aus der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule. Die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule ist als Integrierte Gesamtschule, welche die Bildungsgänge Hauptschule, Realschule und Gymnasium umfasst, und Europaschule hoch geachtet. Sie zeichnet sich durch ein vielfältiges Unterrichtsangebot in der Sekundarstufe I und II, eine große Anzahl an AGs und Projekten, vor allem in den Bereichen Sport, Musik, Fremdsprachen, Naturwissenschaft und Technik sowie kreative Gestaltung, und eine umfangreiche Vernetzung in der Stadt Rödermark aus. Das breite Angebot in der gymnasialen „Profil“-Oberstufe führt dazu, dass jedes Jahr viele junge Rödermärkerinnen und Rödermärker den begehrten Hochschulabschluss mit zum Teil Bestnoten erhalten. 

Unabhängig hiervon nimmt ein Teil der Schülerinnen und Schüler, insbesondere aus dem Stadtteil Urberach, seit Jahren bzw. Jahrzehnten Angebote an anderen Standorten, insbesondere auch gymnasialer Art, wahr.

Dieses wird auch im Schulentwicklungsplan auf Seite 320 dargestellt: „Auspendelnde Schülerinnen und Schüler aus Rödermark wählen zumeist Schulen in Dreieich (Weibelfeldschule und Ricarda-Huch-Schule) und Heusenstamm (Adolf-Reichwein-Gymnasium) an. Die steigenden Schülerzahlen in diesen Kommunen, insbesondere in Dreieich, werden künftig Schülerlenkungsmaßnahmen erfordern.“

Es sind Maßnahmen zu ergreifen, die dazu führen, dass Schülerlenkungsmaßnahmen nicht mehr zu Ungunsten Rödermärker Schülerinnen und Schüler durchgeführt werden müssen. Sie schwächen den Bildungsstandort Rödermark. Es macht aus Sicht der Stadt Rödermark keinen Sinn, die benötigten zusätzlichen räumlichen Kapazitäten für Rödermärker Schüler in den Nachbarstädten an Standorten bereitzustellen, die in der Regel heute schon die Maximalgröße einer gut händelbaren Schule erreicht haben. Zusätzliche Kapazitäten sollten am Wohnort der Schüler bereitgestellt werden. Es sind hier gemeinsam mit dem Schulträger Lösungen zu finden.

In diesem Zusammenhang wird von Eltern seit Jahren immer wieder die Forderung nach einem Gymnasium am Standort Rödermark erhoben. Auch aus dem politischen Raum gibt es teils langjährige Forderungen hierzu.

Des Weiteren bewirkt der „Schülertourismus“ eine Verstärkung der bereits problematischen Verkehrsbelastung im Kreis Offenbach.

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Beschlussvorschlag:

 

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die im Sachverhalt dargestellte Stellungnahme zum Schulentwicklungsplan und beauftragt den Magistrat, diese dem Kreis Offenbach unverzüglich zur Kenntnis zu geben.

 

Abstimmungsergebnis:

 

Zustimmung:

Ablehnung:

Enthaltung:

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Finanzielle Auswirkungen:

 

JA/Nein

 

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