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Vorlage - VO/0340/10  

 
 
Betreff: Kulturticket der Stadt Rödermark
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Fachbereich 5   
Beratungsfolge:
Magistrat Vorberatung
Magistrat Vorberatung
Ausschuss für Familie, Soziales und Kultur Vorberatung
31.01.2011 
33. öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Familie, Soziales und Kultur zur Kenntnis genommen   
Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
03.02.2011 
46. öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses geändert beschlossen   
Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rödermark Entscheidung
15.02.2011 
39. öffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rödermark zurückgestellt   
16.02.2011 
39. öffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rödermark geändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Sachverhalt/Begründung:

Sachverhalt/Begründung:

 

Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am 20.5.2010 folgenden Beschluss gefasst:

 

1.      Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen, unter welchen Umständen ein „Kulturticket“ für die kulturellen Veranstaltungen in Rödermark eingeführt werden kann.

2.      Bei der Vergabe des Kulturtickets soll der Personenkreis berücksichtigt werden, dessen wirtschaftliche Situation dem der Leistungsberechtigten nach dem SGB II entspricht.

3.      Es ist anzustreben, dass zu jeder Veranstaltung 25 Plätze für diesen Personenkreis zu einem Festpreis von 5 € bereitgestellt werden. Die Vergabekriterien sollen durch den Magistrat bei der Prüfung definiert und bei der Berichterstattung vorgelegt werden.

4.      Das Kulturticket soll jeweils für ein Jahr befristet gelten.

5.      Mit den freien Anbietern und den Vereinsringen in Rödermark möge der Magistrat Verhandlungen und Gespräche führen, ob derartige Angebote auch auf dessen Veranstaltungen – und zu welchen Bedingungen – ausgeweitet werden können.

6.      Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen unter welchen Umständen und zu welchen Konditionen eine Restplatz-/Kartenbörse für die kulturellen Veranstaltungen in Rödermark eingeführt werden kann.

 

Nach Prüfung durch die Verwaltung ist hierzu folgendes auszuführen:

 

Die Einführung eines Kulturtickets erscheint durchaus probeweise sinnvoll. Denkbar wäre dies ab der Spielzeit 2011/12, da der Vorverkauf für die Karten der laufenden Spielzeit weitestgehend abgeschlossen ist und mehrere Veranstaltungen bereits ausverkauft sind.

 

In Absprache mit dem Fachbereich 4 wird bezüglich des berechtigten Personenkreises vorgeschlagen, einen „Rödermark-Pass“ zu entwickeln, den alle Interessenten beantragen können, die Arbeitslosengeld II (=Hartz 4) oder Grundsicherung gemäß SGB XII beziehen. Dieser „Rödermark-Pass“ soll dann der Berechtigungsnachweis für das Kulturticket sein. (nachrichtlich wird an dieser Stelle erwähnt, dass der „Rödermark-Pass“ für den Fachbereich 4 auch als Berechtigungsnachweis für den Brotkorb und die Kleiderkammer dienen soll). Der „Rödermark-Pass“ wird jeweils befristet für ein Jahr ausgestellt und hat auch die Funktion, eventueller Diskriminierung von Personen schon bei der Vorlage von Berechtigungsbescheinigungen entgegenzuwirken.

 

Die Höhe der Ermäßigung sollte – wie bei den sonstigen Ermäßigungen der Kulturhalle – 50% (Empore) bzw. 30% (Parkett) betragen (nachrichtlich ist hier auszuführen, dass das AZ bei seinen Veranstaltungen ebenfalls eine 50%-ige Ermäßigung vorsieht). Die Reservierung von einer bestimmten Anzahl von Plätzen für diesen Zweck wird nicht empfohlen, da dies zu weiteren wirtschaftlich Nachteilen gereichen kann. Wir halten es außerdem für zumutbar, dass sich dieser Personenkreis ebenso zeitig wie alle anderen Interessenten auch um eine Karte bemühen kann. Die maximale Anzahl der hierfür bereitzustellenden Karten sollte bei 5% des Fassungsvermögens liegen.

 

Die Verwaltung schlägt weiter vor, das Kulturticket für die Dauer eines Jahres probeweise einzuführen. Danach werden wir die wirtschaftlichen Auswirkungen dokumentieren und gegebenenfalls das Kulturticket als dauerhafte Einrichtung zur Beschlussfassung empfehlen.

 

Dem Vereinsring Rödermark wird in seiner nächsten Sitzung (Frühjahr 2011) von dem Kulturticket berichtet und es wird angefragt, ob derartige Angebote auch bei kulturellen Veranstaltungen der Vereine unterbreitet werden können. Freie Anbieter werden sich erfahrungsgemäß auf ein solches Angebot nicht einlassen.

 

Von der Einführung einer Restkartenbörse wird abgeraten. Dies bringt ausschließlich Nachteile mit sich. An großen Bühnen wie in Frankfurt sind Begünstigte der Restkartenbörse in der Regel Studenten, Senioren und Behinderte. Die meisten dieser Personenkreise erhalten bei uns ohnehin ermäßigte Karten. Zudem könnte eine solche Restkartenbörse unsere Abonnenten verärgern, weil möglicherweise ohne Not hierdurch Neidsituationen aufkommen. Ein weiterer Grund, hiervon abzusehen sind die technischen und personellen Voraussetzungen. Die Abendkasse verkauft überwiegend vorbestellte Tickets und ist mit nur einer Person besetzt, die auch nur 1 Kassensystem zur Verfügung hat. Die wenigen Restkarten, die im Abendverkauf veräußert werden, können mit abgewickelt werden. Eine Restplatzbörse am Spielabend erfordert zusätzliches Personal und zusätzliche Hardware.

 

Aus den genannten Gründen wird folgende Beschlussfassung empfohlen:

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt:

 

-          die Einführung eines Kulturtickets für die städtischen Kulturveranstaltungen ab der Spielzeit 2011/12

 

-          probeweise für die Dauer eines Jahres. Danach werden die wirtschaftlichen Auswirkungen dokumentiert und das Kulturticket gegebenenfalls dauerhaft beschlossen

 

-          die Einführung des „Rödermark-Passes“ als Berechtigungsnachweis u.a. auch für das Kulturticket. Der Rödermark-Pass wird jeweils befristet für 1 Jahr ausgestellt

 

-          die Höhe der Ermäßigung für kulturelle Veranstaltungen der Stadt beträgt 50% (Empore) bzw. 30% (Parkett) des offiziellen Eintrittspreises

 

-          das Kartenkontingent für diesen Zweck beträgt maximal 5% des Fassungsvermögens

 

-          eine Restkartenbörse wird nicht eingeführt.

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

Zustimmung:

Ablehnung:

Enthaltung:

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

JA

 

Laut Auskunft der Fachbereichsleitung wird mit geringen finanziellen Auswirkungen gerechnet. Genaue Angaben können erst nach dem Vorliegen von Erfahrungswerten gemacht werden.

/He, 25.11.10